Workshop

Weiterer Erfolg: „Engagement-Workshop“ mit beeindruckenden Ergebnissen

Am Samstag, den 9. März 2019, veranstaltete der TSV Otterndorf in der Stadtscheune den insgesamt dritten Workshop auf dem Weg zur Stärkung und Förderung des Ehrenamts in Otterndorf. Eine Teilnehmergruppe aus 16 ehrenamtlich Engagierten setzte sich erneut mit der Leitfrage – „Wie kann der TSV auch zukünftig seine ehrenamtlichen Strukturen behaupten?“ - auseinander und diskutierte fünf Stunden rund um das Thema Ehrenamt.

Bereits im November vergangen Jahres beschäftigte sich der TSV mit diesem sehr wichtigen Thema. Knapp 40 Interessierte folgten damals dem Ruf nach Mitarbeit und nahmen an der Diskussion teil.

Beim dritten Workshop beteiligten sich sowohl langjährige Ehrenämtler, Eltern, Trainer, Vorstandsmitglieder, junge Engagierte des neugegründeten J-Teams, als auch der Bürgermeister der Stadt Otterndorf, Thomas Bullwinkel.

Gerade diese generationsübergreifende Mitarbeit förderte die Qualität der Workshop-Ergebnisse zu den Themenschwerpunkten „Anerkennung und Wertschätzung“, „Wünsche der Engagierten“ sowie neue Wege zur „Gewinnung und Ansprache von Freiwilligen“.

Der große Unterschied zum vorherigen Workshop war, neben den Inhalten, auch die komplett eigenständige Planung und Leitung des Vormittags. Diesmal führten keine Berater des Landessportbundes, sondern der Geschäftsführer Pascal Grüne und die Freiwilligendienstlerin Leoni Müller die Teilnehmer durch die Veranstaltung.

Zu Beginn des Workshops wurde ein ausführliches Kennenlernspiel durchgeführt, bei dem die Teilnehmer eine andere Person vorstellen mussten. Es herrschten von Anfang an eine lockere Arbeitsatmosphäre und ein toller Gruppenzusammenhalt. Pascal und Leoni stellten daraufhin in einem kurzen Vortrag die bisherigen Fortschritte und wichtigsten Fakten des TSV-Projekts vor.

Im nächsten Schritt füllten die Engagierten in Zweier-Teams vorbereitete Fragebögen aus. Im Rahmen dieses „Wunschkonzertes“ ging es speziell um die Wünsche der Engagierten an den TSV und das für sie optimale, ehrenamtliche Engagement. Zum Abschluss des Interviews lagen kleine Legosteine in verschiedenen Farben bereit und jeder Teilnehmer sollte einen kleinen Turm bauen. Die blauen und roten Steine symbolisierten das, was die Engagierten in den TSV einbringen, also die Geben-Seite. Die gelben und grünen Steine visualisierten die „Gegenleistung“ des Vereins, also die Nehmen-Seite.

Am Ende entstanden zwei große Türme, die das Verhältnis von „Geben“ und „Nehmen“ im TSV, in der Wahrnehmung der Anwesenden, aufzeigten (siehe Gruppenfoto).

Es ist unstrittig, dass eine Balance zwischen beiden Seiten existieren muss. Einerseits kann das Gefühl, mehr zu geben als Anerkennung zu bekommen, langfristig frustrierend auf Engagierte wirken. Andererseits soll die Anerkennungskultur im Verein so gestrickt sein, dass sich Engagierte gerne einbringen möchten.

Die großen Rahmenthemen des Tages „Anerkennung“ und „Gewinnung“ behandelten die Teilnehmer in wechselnden Gruppenarbeiten und sammelten bei einem lockeren Spielchen, einem sogenannten „Energizer“, wieder Kraft für weitere Ideen.

Der Workshop führte insgesamt zu sehr aufschlussreichen Ergebnissen und Diskussionen, die dabei helfen sollen, weitere Maßnahmen für das Ehrenamtsprojekt abzuleiten.

Eine Erkenntnis des Tages ist die notwendige Überarbeitung und Modernisierung der aktuellen Ehrenordnung. Diese ist fast nur auf sportliche Erfolge ausgerichtet. Das Thema ehrenamtliches Engagement soll diese Ordnung ergänzen und festlegen, wer für seinen Verdienst im TSV ehrungswürdig ist.

Weitere Aspekte waren die Verbesserung der abteilungsübergreifenden Kommunikation und die Zusammenarbeit mit der Geschäftsstelle. Auch hier gibt es noch Potenziale, die aktuell nicht ausgeschöpft werden. Der TSV versucht das Engagementangebot mithilfe der aktuellen Amtsträger transparenter zu gestalten und Mitglieder über die Aufgabenbereiche zu informieren. Hierfür werden Aufgabenbeschreibungen aller Vorstandstätigkeiten angefertigt.

Alles in Einem war auch der dritte Engagementworkshop ein voller Erfolg. Es gab durchweg positives Feedback der Teilnehmer. Sie waren am Ende voller Tatendrang und hatten viele gute Einfälle.

Zum Abschluss der Veranstaltung gab es als Dankeschön für die investierte Zeit und Arbeit wieder ein gemeinsames Mittagessen. Auch hier kamen das Wir- und Gemeinschaftsgefühl sowie das Ziel eines gemeinsamen und abteilungsübergreifenden Austausches nicht zu kurz.

Der TSV Otterndorf plant auch zukünftig Workshops, um den persönlichen, sowie fachlichen Austausch zu fördern und bedankt sich bei allen Teilnehmern für den spannenden Vormittag, die eingebrachte Zeit und das Engagement.

 

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