Titel und Bestleistungen am laufenden Band

Die Leichtathleten schlossen die Saison nach den Sommerferien mit munterem Titelsammeln ab, allerdings waren die Meisterschaften auf Kreis- und Regionsebene nicht so hochwertig. Trotzdem können sich acht Regions- und elf “echte” Kreismeistertitel mehr als sehen lassen, zumal die Athleten bei diesen Meisterschaften und weiteren Wettkämpfen noch einmal 28(!) persönliche Bestleistungen aufstellten. Vor allem um diese Leistungssteigerungen und einige Anekdötchen am Rande wird es in diesem Artikel gehen.

Lars Kluge (M12) hatte bei den KM einen richtig guten Hochsprungtag erwischt, er übersprang 1,31m und wurde Kreismeister, ebenso wie im Speerwerfen, welches er bei seinem ersten Wettkampf in dieser Disziplin gleich mit 21,89m gewann. Lars stärkste Disziplin ist der Weitsprung, von 4,21m über 4,23m, 4,30m sowie 4,33m packte Lars kontinuierlich Zentimeter um Zentimeter drauf. Schließlich landete er bei richtig weiten 4,57m, was derzeit Platz 10 in Niedersachsen bedeutet.
Auf Anhieb Kreismeister über 1000m wurde Kristof Ahrens (M12) mit 3:30,74 Min. Getreu dem Motto “wir sind eine Mittelstreckenhochburg” gewann Jana Heins (W11) nicht nur den 2000m-Lauf Küstenmarathon, sondern steigerte sich über 800m auf tolle 2:49,1 Min. Dabei traut sich Jana immer nicht so richtig, die Strecke schnell anzugehen!
Helene Eulenstein (W13) kämpft immer noch mit dem Längenwachstum ihrer Beine, trotzdem lief sie die 75m zweimal unter 11 Sek., ihre Bestzeit steht bei 10,95 Sek. Im Weitsprung steigerte sie sich auf 4,39m, dabei sieht ihr Anlauf alles andere als schnell aus. Dazu Helene: “Ich mach immer so große Schritte, dabei will ich das eigentlich gar nicht.”
Bei Johanna Burgmann (W14) platzte endlich ein Teil des Hochsprungknotens und sie schaffte 1,40m. Über die von ihr nicht so geliebte Strecke von 300m (“das ist so anstrengend”) wurde sie Kreis- und Regionsmeisterin und lief mit 44,50 Sek. eine sehr gute Zeit. Vielleicht kann ich sie in der nächsten Saison etwas öfter auf diese Strecke schicken?!
Ann-Kathrin Kopf (W13) steht im Weitsprung ihre enorme Schnelligkeit eher im Wege, weil sie oft den Balken nicht trifft. Nach vielen ungültigen Versuchen zauberte sie einen Sprung richtig auf den Balken, er brachte sie 4,74m weit. Apropos Schnelligkeit: bei einem Wettkampf in Langen wurden die Zeiten mit der Hand gestoppt. Der Zeitnehmer, der Ann-Kathrin noch nicht kannte, schaute verdutzt auf seine Uhr und meinte: “Da stimmt was nicht, die Uhr zeigt 10,1 - das kann nicht sein.” Konnte es doch und Ann-Ka setzte noch einen drauf, indem sie beim Kreisvergleich elektronisch 10,01 Sek. lief, womit sie Zweitschnellste in Niedersachsen ist.
Marc Küster (M14) ist im Laufe der Saison deutlich schneller geworden und hat auch “seine” Strecke gefunden: 300m In Zeven lieferte er sich mit Jonas Huse (M14) ein spannendes Rennen, das dann doch Jonas in 42,84 zu 42,96 Sek. knapp gewann. Überhaupt Jonas - wenn er gut drauf ist, geht fast alles. Völlig überraschend sprang er in Zeven 1,61m hoch und in Wehdel 5,00m weit, obwohl seine technischen Fertigkeiten in seiner ersten Saison natürlich noch zu wünschen übrig lassen.
Eine tolle Leistungssteigerung gelang auch Jan-Hendrik Danschke (M15). Freute er sich im Mai noch über 10,09m im Kugelstoßen und 35,99m mit dem Speer, steigerte er sich auf 11,04m bzw. 39,01m. Im nächsten Jahr werden die Geräte schwerer, aber die Technik, über die Jan-Hendrik manchmal ein wenig zu viel nachdenkt, bleibt dieselbe.
Johan Geisler (M15) hat über 100m Zeiten deutlich unter 13 Sek. und im Weitsprung Weiten über 5m fest im Griff. Im Hochsprung konnte er nochmal um 2 cm erhöhen, seine Bestleistung steht bei 1,66m. Bei seinem Sprungtalent ist bei regelmäßigem Wintertraining einiges für die nächste Saison zu erwarten.
Sean Hahnefeldt (M15) experimentierte mit Blick auf die nächste Saison schon ein wenig mit den Streckenlängen. Über 800m wurde er in 2:08,33 Min. Zweiter der RM und über 1500m in 4:26,48 Min. Dritter der BM jeweils eine Altersklasse höher. Da fällt die Entscheidung nicht leicht...
Wie gesagt: “Mittelstreckenhochburg” Otterndorf - nachdem Joost Voß (Jg B) über 800m nicht so erfolgreich war, wie erhofft, startete er bei der RM über 1500m und lief mit 4:22,94 min. eine Zeit, die momentan für Platz 6 in Niedersachsen reicht. Also steht damit fest, was die Spezialstrecke im nächsten Jahr sein wird: 1500m.
Nach einigen vergeblichen Versuchen gelang Sebastian Dierking (Jg B) mit 4:49,62 Min. die begehrte Quali für die Landesmeisterschaft. D. h. bei der Hallen LM in Hannover werden wir gleich zwei oder drei Läufer auf derselben Strecke lautstark anfeuern müssen. Joachims Rufe hört man über den ganzen Platz, bzw. in der ganzen Halle!
Jörn Bargstedt (Jg B) war vor allem auf den Sprintstrecken noch erfolgreich. Er steigerte sich über 200m auf 25,50 Sek. und über 100m auf 12,66 Sek., was beides fast einen Quantensprung bedeutet.
Bei der RM gönnten wir uns einen besonderen Spaß: wir stellten eine Schüler- und eine Jugendstaffel über 4 mal 100m, was außer Großvereinen sonst fast keiner zu bieten hat. Beide Staffeln wurden dank guter Wechsel Meister. Das Fernduell gewannen standesgemäß die Jugendlichen in der Besetzung Jan-Hendrik, Joost, Jörn und Sebastian mit 48,65 zu 49,63 Sek. von Marc, Sean, Johan und Jonas. (Welche Staffel lief eigentlich mit “Staffeli”, dem von allen aus unerfindlichen Gründen heiß geliebten grünen Staffelstab?)
Bleibt noch zu erwähnen, dass für die Mannschaft des Kreises Cuxhaven beim Kreisvergleich des Altbezirks Stade folgende Athleten nominiert waren: Jana Heins, Jonathan Burgmann, Kristof Ahrens, Lars Kluge, Helene Eulenstein und Ann-Kathrin Kopf.
Die üblichen Spielchen und Albernheiten am Saisonende (Ball-über-die-Hochsprunglatte, Rugby- und Fußballvarianten, Brennball mit ungewöhnlichen Wurfgeräten und Spaßstaffeln) wurden diesmal durch ernsthaftes Hürdentraining für alle - auch die “Nichttechniker” - ergänzt. Nach den Herbstferien beginnt allmählich die lange Vorbereitung auf die Saison 2010, da kann ich “meine” Athleten endlich wieder mit Zirkeltraining, Dauer- und Tempoläufen und den (von mir) vielgeliebten “Stabis” und Koordinationsübungen quälen.