Sean Hahnefeldt im Trainingslager in Uslar

Vom 20. bis zum 27. Oktober nahm Sean an einem Trainingslager in Uslar teil, zu dem er vom A-Trainer der LG UFO (Unterlüß, Faßberg, Oldendorf), Jan Rybizki, eingeladen worden war.

Jan Rybizki trainiert in der LG nicht nur eine sehr große Anzahl von Mittel- und Langstrecklern aller Altersklassen, sondern auch die Langsprinter Laurin Forstreutner (92) und Ole Böhl (93), die in diesem Jahr mit 47,86 und 49,56 beachtliche Zeiten über die 400 Meter liefen.

Untergebracht war die 24-köpfige Athletengruppe im Alter von 10 – 20 Jahren in der modern und großzügig angelegten Jugendherberge, die aus einem Hauptgebäude und sich fünf daran anschließenden Pavillons besteht.

Auf dem Trainingsplan standen nicht nur bekannte Trainingselemente, sondern auch alternative Methoden zur Kraft- und Kraftausdauerentwicklung, wie zum Beispiel einen Berg rückwärts laufend zu erklimmen, oder aber auch der Lauf mit zusätzlichem Gewicht auf dem Rücken, worüber sich die „Kleinen“ ganz besonders freuten, weil sie von den „Großen“ den Berg hinaufgetragen wurden.

Um die allgemeine Ausdauer zu entwickeln und zu festigen absolvierte man fast täglich längere Waldläufe, spielte Basketball und Fußball, immer wieder unterbrochen von vielen Liegestützen und Sit Ups, die Jan Rybitzi zur allgemeinen Kräftigung regelmäßig ins Training einfließen lässt.

Zur Ausbildung der Schnelligkeit und der Schnelligkeitsausdauer konnte die in der Nähe der Herberge gelegene Sportanlage genutzt werden.

Ich habe als Trainer von Sean das Lager für zwei Tage vor Ort begleitet und war begeistert, wie einfach es doch sein kann, mit Jungen und Mädchen im Bereich unterschiedlicher Altersklassen so vielseitig zu trainieren.

Dies setzt natürlich voraus, dass nicht nur die verfolgten Ziele von Trainer und Athleten identisch sind, sondern auch der entsprechende Rückhalt aus den Hauptvereinen vorhanden ist. Auch viele Sponsoren, die hinter der LG UFO stehen und diese unterstützen, haben einen großen Anteil am Erfolg der LG.

Nur so ist es möglich, junge Athletinnen und Athleten mit entsprechendem Potential bis zu nationalen Meisterschaften zu führen, was J. Rybizki hervorragend gelingt, weil er ein Verfechter des langsamen Trainingsaufbaus ist und sogenanntes „Spezialtraining“ im Kinder- und Jugendalter ablehnt, womit er aber nicht das Intervalltraining an sich meint, sondern rein anaerobes Training, wie es von vielen Trainern bevorzugt wird, um schon im Schülerbereich Titel zu gewinnen.

Für Sean, der von Jan Rybizki auch schon für das nächste Trainingslager eine Einladung erhalten hat -in den Osterferien geht es nach Italien- war es ein sehr schöner Beginn der Vorbereitungsperiode auf die kommende Saison.

Joachim Hahnefeldt